Wir haben Gemeindebundpräsident Helmut Mödlhammer und die Bürgermeister in Österreich zum Thema Steildach in ihren Gemeinden befragt.

Helmut Mödlhammer, Gemeindebundpräsident

„Leben unter einem Dach bedeutet Schutz – Leben im Dach Geborgenheit, Wohlfühlen und Gemütlichkeit“

„Ein Steildach biete nicht nur Wohnraum, es hat auch den Vorteil, dass durch einen heruntergezogenen Saum die Abstandsfrage zu den Nachbarn leichter lösbar ist.“

„Eine harmonische Dachlandschaft ist für das Auge enorm wichtig, um ein einheitliches Bild zu schaffen. In unserem alpin geprägten Gebiet gehört ein Dach auf das Haus wie ein Hut auf den Kopf, der guten Schutz bei Schlechtwetter bietet.“

DI Anni Steindl, Bgm. Wolkersdorf

„Das „Über den Dingen Sein“ vermittelt Freiheit und Individualität und das Schauen in die Baumkronen beruhigt und gibt Kraft – das bedeutet für mich ein Leben im und unter dem Dach.“

„Eine einheitliche Dachlandschaft – zum Beispiel Steildächer – im Zentrum schafft Identität. Durch Steildächer ergibt sich eine geringe Gebäudehöhe an den traufenseitigen Gebäudefronten – der seitliche Abstand zur Grundgrenze wird verringert und das Grundstück effizienter ausgenützt.“

„Ein Dachstuhl hat auch eine soziale Komponente: Mehrere Generationen haben in einem Gebäude Platz. Durch diese Wohnraumnutzung wird weniger Bauland verbraucht und seltener Boden versiegelt.“

„Das ideale Dach ist an die Siedlungsstruktur angepasst und erfüllt auch über Jahrzehnte – ohne große zusätzliche Aufwendungen und Kosten – seine Funktion.“

Josef Six, Bgm. Vöcklamarkt

„Der erste und wichtigste Protektor gegen äußere Einwirkungen ist selbstverständlich das Dach, um sich gegen alle möglichen Formen von Wetter, Nässe und Feuchtigkeit zu schützen.“

„Ein optimales Dach hat neben erstklassigem Deckungsmaterial, auch eine richtige Dachneigung und entsprechende Dachvorsprünge zum Schutz der Außenmauern des Gebäudes.“

„Steildach-Lösungen können immer noch bei mittelalterlichen Bauten begutachtet werden, die die vergangenen Jahrhunderte beinahe schadlos überstanden haben. Eine einheitliche Machart und ein prachtvolles Aussehen erfreuen so das Auge vieler Generationen.“

Gottfried Rieger, Bgm. Semriach

„Leben im Dach hat für mich Atmosphäre und Stil – Leben unterm Dach bietet Sicherheit und Schutz – ein Grundbedürfnis für Menschen.“

„Eine einheitliche Dachlandschaft bedeutet ein harmonisches Ortsbild.“

„Viele halten unsere Vorgangsweise, kein Flachdach zu bauen, nicht für zeitgemäß. Ich bin der Meinung, wir sind der Zeit voraus – aber es braucht Mut, die Verantwortung für unsere Kinder und die Zukunft in puncto Baukultur zu übernehmen und nicht jedem Zeitgeist zu verfallen.“

„Ein Dachstuhl in höheren Lagen bietet den Vorteil einer Schneelastverteilung.“

„Das ideale Dach: Steildach aus Naturmaterialien mit PV- oder Solaranlage und einem Vordach, das Fassade und Fenster schützt“

Christine Siegl, Bgm. Bad Gleichenberg

„Ein Dach muss immer richtig isoliert und beschattet sein, da sonst hohe Temperaturen im Wohnraum zustande kommen. Leben unterm Dach ist mit „Wohlfühlen“ und „Licht“ verbunden.“

„Generell wollen wir in der Gemeinde öffentliche Gebäude als Steildächer bauen, da sie langlebiger und wartungsfrei sind.“

„Wichtig ist, dass die Dachform ins Landschaftsbild passt und dass Siedlungen einheitliche Dächer aufweisen, um ein harmonisches Bild zu erzeugen.“

„Ich persönlich empfinde das Steildach als ideal Form! Denn es können Photovoltaik- und Solaranalgen integriert werden. Vorteil der steilen Dachform ist, dass keine Folgekosten für Wartung und jährliche Überprüfungen anfallen.“