Neubau 2017-06-21T16:50:15+00:00

Dachformen im Überblick

Satteldach

  • „Ur-Form“
  • häufigste Dachform
  • Wasser fließt nach beiden Seiten hin zur Traufe (unterer Teil des Daches) ab

Einhüftiges (oder asymetrisches) Satteldach

  • unterschiedlich hoch geplante Traufen
  • vielfältige Verwendung
  • in schneereichen Gebieten mit niedrigerem Neigungswinkel ideal zur Bewältigung der Schneemassen

Pultdach

  • halbes Satteldach
  • Wasser fließt auf einer Seite hin zur Traufe ab

Walmdach

  • Unterschied zum Satteldach: keine Giebelmauer
  • zwei trapezförmige Hauptdachflächen
  • zwei dreieckige Walmdachflächen

Mansarddach

  • im 20. Jahrhundert im städtischen Bereich oft ausgeführt
  • untere Dachflächen abgeknickt
  • macht optimale Ausnützung des Dachraumes für Wohnzwecke möglich

Individualität durch Gestaltungsfreiheit

Die Dachform prägt nicht nur das Gebäude, sondern auch das Ortsbild. Geneigte Dächer sind nicht nur historisch stark vertreten, sondern auch im Neubau – in vielfältigsten Spielarten – im Trend. Neben optischen Gründen spielen hier natürlich auch Sicherheit und Kosten eine erhebliche Rolle.

Darüber hinaus wird das Dach immer öfter als 5. Fassade gesehen und aktiver in die gestalterische Planung miteinbezogen. Dabei werden Dach und Fassade mit demselben Material bekleidet. Diese monolithische Form lässt das gesamte Haus als Skulptur erscheinen.

Mehrwert Planung

Ein Dach erfüllt jedoch mehr als nur optische Ansprüche. Auch funktional begeistert es seine Bewohner in vielerlei Hinsicht:

Belichtung von oben

Bei Räumen im Gebäudeinneren – also ohne Außenwand – sind Dachfenster die einzige Möglichkeit um natürliches Licht in den Innenraum zu bringen. Aber auch als Ergänzung zu Fassadenfenstern sind Belichtungselemente von oben von großer Bedeutung. Denn Licht von oben (das sogenannte Zenitlicht) ist drei Mal so intensiv wie Licht von der Seite (Horizontlicht). Darüber hinaus ermöglichen Dachfenster durch ihre Positionierung auch eine Belichtung tief in den Raum.

Schieber bewegen und Tageslicht Effekt entdecken!

Durchdachte Belüftung

Besonders beim Neubau machen dichte Gebäudehüllen ein aktives Lüften dringend erforderlich, um eine gesunde Raumluft sicherzustellen. Darüber hinaus kann durch eine gezielte Positionierung von Fassadenfenstern (Zuluft) und Dachfenstern (Abluft) auch der Kamineffekt genutzt werden. So lässt sich durch gezielte Nachtkühlung die Raumtemperatur auf natürliche Art und Weise regulieren.

Energiegewinnung

Photovoltaik- und Solaranlagen können in die Dachfläche integriert werden und übernehmen die Funktion der Dacheindeckung.

Beste Nutzung des Grundstücks

Laut regionaler Bauordnung zählt als Gebäudehöhe nicht die Firsthöhe, sondern die Höhe der senkrechten Wand. Mit einem geneigten Dach kann damit ein zusätzliches Geschoß – auch zum späteren Ausbau – gewonnen werden.

Zu den Bauordnungen